Südtirol 2009 - Tschurifetzenbande

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Südtirol 2009

Ausfahrten

Teilnehmer:
Road Captain Herwig auf der Honda NT 700 Deuville
Wutz auf der „Trudl“ Suzuki M800 Intruder
Stefan auf der FZS 1000 Fazer

Tag 1:

Diese Tour sollte sich als „Minderheitstour“ erweisen, da leider die Meisten der Tschurifetzenbande und auch andere Freunde leider nicht teilnehmen konnten.
Somit beschränkte sich die Tour auf Road Captain Herwig, dem Tschurifetzenanwärter Wutz und meine Wenigkeit Stefan.
Aufgrund seines sklavenähnlichen Arbeitsverhältnisses musste Wuz am Starttag noch bis ca. 12:00 hackeln, also entschlossen wir uns, dass Herwig und ich die geplante Tour über die karnische Höhenstrasse durchziehen während Wutz etwas später den direkten Weg übers Drautal zum geplanten Treffpunkt in Cortina d´Ampezzo wählen sollte.

Also starten wir um ca. 10:30 als der Himmel noch Wolkenverhangen war über eine unserer Lieblinkstrecke; Glanz- Windische Höhe – Plöckenpass ab nach Italien. Im Gailtal hat uns ein leichter Nieselregen erwischt. Dieser hat sich aber als der Einzige bis zum Wiedereintritt nach Kärnten erwiesen.
Weiter ging’s auf der karnischen Höhenstrasse Richtung Cortina. Die Mittagspause machten wir in einer uns bereits bekannten Pizzeria in Sappada, wo ich nachdem ich Italienisch angesprochen wurde mit meinen 3 Wörtern Italienisch etwas zu trinken für uns orderte. Dies hatte zur Folge dass wir uns durch eine Italienische Pizzakarte quälen mussten. Gestärkt machten wir uns auf den Weg nach Cortina. Nach einem kurzen Fotoshooting am Stausee in Auronzo trafen wir auch ziemlich zeitgleich mit Wuz am Fuße des Falzaregopasses in Cortina ein.
Von nun an ging die Tour zu dritt weiter. Der Hochnebel ist mittlerweile auch gewichen und Sonnenschein begleitete uns und die mehr als zahlreichen anderen Motorradfahrer. Durch das bereits gestartete Ferragosto hielt sich kein einziger Italiener zu Hause auf. Deshalb fanden sich zusätzlich zu den Motorradfahrern auch noch Auto- und Fahrradfahrer ein.
Die Tatsache dass zusätzlich zum vielen Verkehr auch noch eine Umleitung in Corvara war, veranlasste Herwig dazu einer anderen Motorradgruppe Richtung Campolongopass zu folgen. Anscheinend wollten sie ihn nicht und so bekamen wir Ihn wieder zurück.
Nachdem wir noch die wunderschönen Pässe überquerten und das Eggental hinausfuhren fanden wir uns um ca. 20:00 in Welschnofen in unserer Pension ein.
Zur Freude von Herwig gab es dort ein Feuerwehrfest das wir auf ein Würstel und ein Bier besuchten.
Danach fielen wir wie ein Stein in die Harpfn unseres 3 Bettzimmers. Eine Gutenachtgeschichte von Wutz hat uns das Einschlafen zusätzlich erleichtert………..



1. Tag 327 km

Radenthein – Plöckenpass – Karnische Dolomitenstraße – Cortina d´Ampezzo – Falzaregopass - Grödnerjoch – Sellajoch – Karerpass - Welschenofen

Steigung: 6838m
Maximale Steigung: 15,0%
f Steigung: 4,3%
Höchster Punkt: 2213m bei Sellajoch

Gefälle: 6434m
Maximales Gefälle 14,7%
f Steigung: 4,2%
Tiefster Punkt: 512m bei Ferndorf
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Tag 2:

……beginnt mit der Feststellung, dass das Schnarchen nur in den Köpfen unserer Mädchen existiert.
Nach einem genüsslichen Frühstück cruisten wir zuerst zum idyllischen Karrersee und dann weiter nach Bozen wo wir uns einen Superenalottoschein gönnten. Bei einem 6er würden 130 Mio. Euro winken.
Nachdem es bereits ziemlich heiß wurde, zogen wir weiter auf den Mendelpass, der eindeutig ein Geheimtipp ist. Durch die wunderschönen Weinberge und Obstgärten fuhren wir weiter über den Tonale- und Gaviapass nach Bormio. Letzterer war so eng dass bereits 2 Honda Goldwings Probleme hatten aneinander vorbeizukommen.
Danach erwartete uns das Highlight, das Stilfserjoch. Über 2000m kann man bereits deutlich einen Leistungsverlust feststellen, was aber den Fahrspaß nicht wirklich beeinträchtigt. Oben angekommen war wieder einmal Mittagessen angesagt und auf 2758m bekommt man halt einen Bärenhunger. Deshalb entschieden wir uns für eine Portion Tagliatelle mit Pinienkernen was sich eher als Portiönchen herausstellte und unsere Mägen bis zum Abendessen knurren ließ.
Halb gestärkt ging’s die zahlreichen Serpentinen runter zum Reschensee, wo wir zusätzlich zur teilweise versenkten Kirche auch noch kite surfer ansehen konnten.
Nach dem wir den Reschenpass überquerten, der nicht wirklich etwas Besonderes ist, zupften wir über den Fernpass zu unserer Unterkunft in Ehrwald am Fuße der Zugspitze.
Zu Abend gegessen haben wir in der Holzerstubn direkt im Zentrum von Ehrwald. Der Schweinsbraten und das Schweinesteak waren wirklich Oberliga und das Restaurant ist eindeutig weiter zu empfehlen. Alleine schon wegen dem köstlichen Augustinerbiers. Mit vollem Magen begaben wir uns dann auf unser Zimmer. Leider kam diesmal nur ich in den Genuss von einer von Wutz verfassten Gutenachtgeschichte, da Herwig ein Einzelzimmer hatte……….


2. Tag 374 km

Welschenofen – Bozen - Mendelpass – Tonalepass – Gaviapass – Bormio – Stilfserjoch – Reschenpass – Fernpass –Ehrwald

Steigung: 7077m
Maximale Steigung: 14,8%
f Steigung: 4,3%
Höchster Punkt: 2762m bei Stilfserjoch

Gefälle: 7243m
Maximales Gefälle 14,8%
f Steigung: 4,0%
Tiefster Punkt: 238m bei Bozen
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Tag 3:

……beginnt mit der Feststellung dass anscheinend Gutenachtgeschichten das schnarchen verhindern und einem reichhaltigen Frühstück bevor wir uns Richtung Deutschland begeben. Über Garmischpartenkirchen geht’s entlang des Walchensees nach Bad Tölz. Danach vorbei am Sylvensteinstausee über den Achepass zurück nach Österreich. Weiter durch das Zillertal über die Geolsalpe zum Gerlospass wo wir die beeindruckenden Krimmler Wasserfälle betrachteten. In Zell am See beim „Cafe am See“ stärkten wir uns mit einem Eiskaffe für die Auffahrt auf die Edelweißspitze am Großglockner. Dort verdrückten wir ein Wienerschnitzel bzw. einen Grillteller auf 2571m Höhe. Als es zuzuziehen begann dichteten wir uns für den später im Mölltal folgenden kurzen Regen ab und machten uns auf den Heimweg wo wir ziemlich geschlaucht um ca. 18:00 ankamen.

3. Tag 431 km

Ehrwald – Garmischpartenkirchen – Walchensee - Bad Tölz – Achenpass – Zillertal -Gerlospass – Krimmler Wasserfälle – Mittersill - Zell am See - Großglockner - Radenthein


Steigung: 5644m
Maximale Steigung: 14,7%
f Steigung: 2,7%
Höchster Punkt: 2571m bei Edelweißspitze


Gefälle: 5882
Maximales Gefälle 14,8%
f Steigung: 2,8%
Tiefster Punkt: 520m bei Wiesing/Achensee
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Fazit:
Eine absolut gelungene und empfehlenswerte Tour für die wir unserem Routenplaner Herwig sehr dankbar sind. Ich freue mich schon auf die nächste Tour und hoffe, dass sich noch Etliche beteiligen werden.
Für alle, die nach dem Reisebericht glauben, wir hätten nur gefressen und gesoffen, sozusagen gevöllert sei gesagt…. Ja haben wir - aber zusätzlich haben wir noch geschwitzt, Strafe gezahlt, Schwielen and den Händen und Popoweh bekommen.


Insgesamt……

…..sind wir 1132km gefahren
…..haben wir ca 171,9L Benzin (55,5 Herwig, 62,3L Wuz, 61,1L Stefan) verbraucht.
.….sind wir 19559m hinauf und auch wieder runter gefahren.
…..haben wir ca. 3,8% durchschnittliche Steigung bzw. Gefälle gehabt
…...waren ca. 45-mal Klein und 2-mal Groß.


keep on racing


„Hellracer“ Stefan


 
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